Die Abschlusswoche: Ein besonderes Highlight unserer Weiterbildung

Ein besonderes Highlight ist die Abschlusswoche unserer zweijährigen Fortbildung in Beziehungsdynamischer Sexualtherapie. Hierzu finden das elfte und zwölfte Seminar zusammengelegt in einem Seminarhaus in der Natur statt.

Hier auf unserer Facebook-Seite finden sich ein paar Impressionen.

Was passiert eigentllich in der Abschlusswoche?

In der beziehungsdynamischen Paar- und Sexualtherapie spielt die Arbeit mit dem inneren Kind eine sehr bedeutende Rolle, da in Beziehungskonflikten häufig die verletzten kindlichen Anteile die Regie übernehmen. Das Seminar ist so aufgebaut, dass die Teilnehmer*innen einen Prozess durchlaufen, der sie mehr und mehr mit ihren inneren Kindern in Kontakt bringt. Beginnend mit reiner Selbsterfahrung am ersten Tag, endet der Prozess nach drei Tagen in einem therapeutischen Setting zur Heilung der Beziehung zum eigenen inneren Kind. Hierfür bedienen wir uns unterschiedlicher Methoden und Herangehensweisen. In den körperorientierten Sequenzen, die maßgeblich auf die körperpsychotherapeutische Arbeit von Wilhelm Reich zurück zu führen sind, werden die Teilnehmer*innen an vorsprachliche Stadien ihrer Entwicklung herangeführt. Dabei liegt der Fokus auf dem sogenannten Bonding, aus der Bonding Psychotherapie. Frühe Vernachlässigungen, Irritationen und Unterbrechungen im Kontakt zu den ersten Bezugspersonen, welche laut der Objektbindungstheorie, zu prägenden traumatischen Erfahrungen in der kindlichen Entwicklung führen können, finden in den körpertherapeutischen Übungen einen Raum der  Heilung.

Mit Hilfe von angeleiteten Trancereisen, die auf den Ansatz der Hypnotherapie nach Gunther Schmidt zurück zu führen sind, begeben sich die Teilnehmer*innen auf die Suche nach der Schattenseite ihrer verletzten inneren Kinder, um sich mit den Konsequenzen früher Verletzungen und den daraus resultierenden Entscheidungen auseinander zu setzen, die häufig unbewusst massive Auswirkungen auf die Gestaltung von Beziehungen im späteren Erwachsenenleben haben können.

Das Psychodrama bietet die Möglichkeit, dass innere Drama auf eine äußere Bühne zu holen und wir nutzen diese Methode, um einen transformativen, heilsamen Prozess in der Begegnung des Erwachsenen mit dem inneren Kind zu initiieren.

Eine weitere Ebene des Psychodramas, das von dem österreichischen Arzt Jacob Levy Moreno entwickelt wurde, eignet sich gut, um die systemische Aufstellungsarbeit zu ergänzen. Beziehungskonstellationen zwischen realen Personen, aber auch zwischen inneren Anteilen, können als lebendige Skulpturen miteinander in Beziehung treten und festgefahrene Situationen, können so zu einer Lösung finden. In dieser Arbeit können in einem kraftvollen Prozess noch offene Themen bearbeitet werden und über die frei agierenden Anteile, unter therapeutischer Begleitung, neue Aspekte eines Themas ins Bewusstsein geholt werden.

Ebenso nutzen wir das zwölfte Seminar noch offene Themen zu bearbeiten, wie das Wiederholen der in der Fortbildung gelernten paar- und sexualtherapeutischen Methoden. Anhand von Live-Demos realer paartherapeutischer- und sexualtherapeutischer Fälle, können die Teilnehmer*innen konkret erfahren, wie beispielsweise Beziehungsdynamiken innerhalb einer Sitzung aufgedeckt und für die therapeutische Arbeit genutzt werden können. In Live-Coachings werden die Teilnehmer*innen mit ihrer eigenen therapeutischen Kompetenz zum Arbeiten aufgefordert und durch die Fortbildungsleitung im Hier und Jetzt supervidiert.

Therapie ist ein Lernraum, indem Realität nachgespielt und Beziehungen untersucht werden. Ein wichtiger Teil von Beziehung sind Abschiede. Auch in der Sexual- und Paartherapie spielen Abschiede eine wichtige Rolle und steigern die Beziehungsfähigkeit und die Beziehungskompetenz, wenn sie aktiv gestaltet werden können. Wie Abschied gelingen kann, welche Rituale dafür gut sind und was es braucht, damit Klient*innen wiederkommen können, wird im zwölften Seminar vermittelt.

Während der gesamten Zeit der Abschlusswoche werden den Teilehmer*innen in Einzelgesprächen ein abschließendes Feedback durch die Fortbildungsleitung angeboten.

Am Ende der Woche erhalten alle Teilnehmer*innen eine Teilnehmer*innenbescheinigung.

Durch alle Seminare hindurch ziehen sich Methoden aus dem kreativ-therapeutischen Bereich, wie das Aufschreiben von inneren Prozessen oder das Malen eines Bildes, sowie immer wieder bewegungs- und tanztherapeutische Elemente.

Stichworte zum Inhalt: Innere Kind Arbeit, Körperpsychotherapie nach Wilhelm Reich, Hypnotherapie und Trancereisen nach Gunther Schmidt, Bonding Psychotherapie, Psychodrama nach Levy Moreno, systemische Aufstellungen, Tanzen, Tanztherapie, Kreativarbeit, therapeutisches Malen, Sexualtherapie, Paartherapie, Abschiede und Abschlüsse und therapeutische Einzelgespräche.